Deutscher Gewerkschaftsbund

23.04.2020

Keine Nachteile durch Corona bei Elterngeld und Elternzeit

DGB begrüßt angepasste Elterngeld-Regeln

Corona-bedingte Verdienstausfälle sollen die Höhe künftigen Elterngelds nicht schmälern. Für Eltern, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht mehr die gesetzlichen Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld erfüllen können, werden die Bedingungen angepasst. Über einen gemeinsamen Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU/CSU und SPD berät heute der Bundestag in erster Lesung:

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften begrüßen ausdrücklich, dass die Zahlung von Kurzarbeitergeld bei der Berechnung des Elterngeldes unberücksichtigt bleiben soll.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte dazu am Donnerstag in Berlin:

 „Das Vorhaben ist gut und richtig. Werdende Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass sie durch aktuelle Verdienstausfälle keine Nachteile beim Elterngeld haben. Da ist es nur folgerichtig, Monate mit geringeren Einkünften während der Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit nicht mit einzurechnen. Allerdings sollte diese Regelung nicht nur während der Corona-Zeit gelten, sondern generell, wie es zum Beispiel im Mutterschutzgesetz vorgesehen ist. Hier werden Monate in Kurzarbeit von vornherein bei der Berechnung des Mutterschaftsgeldes ausgeklammert.“

Hintergrund: Berechnungsgrundlage für die Höhe des Elterngeldes ist der Netto-Durchschnittsverdienst aus den zwölf Monaten vor der Geburt. 67 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens werden im ersten Lebensjahr des Kindes gezahlt, mindestens jedoch 300 und maximal 1.800 Euro.

Eltern, die in systemrelevanten Branchen und Berufen arbeiten und derzeit an ihrem Arbeitsplatz dringend gebraucht werden, sollen ihre Elterngeldmonate aufschieben können. Der Anspruch auf den Partnerschaftsbonus soll auch dann nicht entfallen, wenn Väter und Mütter aufgrund der Corona-Krise anders als geplant mehr als 30 oder weniger als 25 Stunden arbeiten.


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