Deutscher Gewerkschaftsbund

06.03.2024

Equal Pay Day 2024

Lohnlücke weiterhin bei 18 Prozent – Politisch endlich ins Handeln kommen!

Equal Pay Day 2024 am Brandenburger Tor DGB-Frauen/Anne Freitag

Zum vierten Mal in Folge liegt der Gender Pay Gap bei 18 Prozent. Nach Estland und Österreich weist Deutschland damit die dritthöchste Entgeltlücke unter den Staaten der Europäischen Union auf. Zum Equal Pay Day fordert der DGB deswegen eine höhere Bezahlung in frauendominierten Berufen, sowie verbesserte Rahmenbedingungen, damit die Erwerbsbeteiligung von Frauen gesteigert und die gleichberechtigte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen vorangetrieben wird.

v. l. n. r.: BMAS-Staatssekretärin Leonie Gebers, Bundesfrauenministerin Lisa Paus, DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi & Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman DGB-Frauen/Anne Freitag

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen im Jahr 2023 bei 20,84 Euro und damit 4,46 Euro unter dem der Männer (25,30 Euro). Erst am 06. März, dem Equal Pay Day, erreichen Frauen das Jahresentgelt, das Männer bereits am 31.12. auf ihrem Konto hatten. Zu den größten bekannten Gründen der Entgeltlücke zählen weiterhin Beruf/Branche sowie der Beschäftigungsumfang.

 

Allerdings stehen Frauen, die in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeiten, deutlich besser da als Frauen, deren Arbeitgeber sich der Tarifbindung entzieht. Konkret erhalten Frauen in Unternehmen mit Tarifbindung durchschnittlich rund 3,70 Euro mehr pro Stunde als Frauen in tarifungebundenen Unternehmen. Außerdem wird in Unternehmen mit Tarifbindung rund eine Stunde pro Woche weniger gearbeitet, was besonders der Lebensrealität von Frauen entgegenkommt. Der Equal Pay Day unterstreicht damit die Notwendigkeit von Tarifbindung. Auch mit Blick auf die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt wird deswegen von der Bundesregierung gefordert, endlich das lange angekündigte Bundestariftreuegesetz auf den Weg zu bringen.

 

Seit dem Jahr 2006 hat sich den Gender Pay Gap nur um magere fünf Prozentpunkte verringert. Das Entgelttransparenzgesetz hat nachweislich nicht zur Verringerung der Entgeltlücke beigetragen. Deswegen ist auch die zügige Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie dringend erforderlich, denn sie hat das Potential das verunglückte Entgelttransparenzgesetz endlich zu einem wirksamen Gesetz weiterzuentwickeln.

 

 

Hier gehts zur Pressemitteilung!

 


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