Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2011

Bericht der Bundesregierung über Gleichstellungsmaßnahmen

In regelmäßigen Abständen berichtet die Bundesregierung über Gleichstellungsmaßnahmen im Sinne des Abkommens der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW). „Lohngleichheit“ ist dabei ein Punkt unter vielen.

Für das bestehende Lohngefälle zwischen Männern und Frauen sind laut Bundesregierung nur selten „direkte Lohndiskriminierungen“ verantwortlich. Die Hauptgründe seien vielmehr die überproportionale Beschäftigung von Frauen in Niedriglohnbranchen, ihr geringer Anteil in Führungspositionen und „die im internationalen Vergleich eher langen familienbedingten Berufsunterbrechungen von Frauen“. Den eigenen Handlungsspielraum hinsichtlich der Verringerung der Einkommenslücke schätzt die Bundesregierung als eher gering ein, da sie nicht in die Tarifhoheit der Sozialpartner eingreifen könne.

Hinsichtlich der Entwicklung der Frauenerwerbsquote stellt die Bundesregierung einen positiven Trend fest, verweist jedoch auf den unter Frauen deutlich höheren Anteil an Teilzeiterwerbstätigkeit.
Als Ziel definiert die Bundesregierung „die Frauenerwerbsquote entsprechend den europäischen Vorgaben bis 2010 auf über 60 Prozent zu steigern“ und das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ zu verwirklichen.

Zum CEDAW-Bericht der Bundesrepublik Deutschland (PDF)


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