Deutscher Gewerkschaftsbund

06.12.2019

Neue WSI-Studie

Barrieren in der Unternehmenskultur halten vor allem Frauen vom Homeoffice ab

Dr. Yvonne Lott, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, und Dr. Anja Abendroth von der Universität Bielefeld haben untersucht, wieso nur ein geringer Teil der Beschäftigten Homeoffice nutzt - obwohl es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele erleichtern würde. Der häufigste Grund, der in der Untersuchung genannt wurde ist, dass die Beschäftigten angeben, das Arbeit von Zuhause nicht zum Job passen würde. Zudem gaben Frauen sehr viel häufiger an als Männer, dass Homeoffice nicht erlaubt sei. Vor allem Frauen werden als von Barrieren in der Unternehmenskultur vom Homeoffice abgehalten.

Infografik Homeoffice

WSI

"Weitere Berechnungen der Wissenschaftlerinnen zeigen: Ob Anwesenheitskultur und befürchtete Karrierehindernisse dem Homeoffice im Weg stehen, hängt von der Unternehmenskultur ab. Wo Wert auf Familienfreundlichkeit und Flexibilität im Sinne der Beschäftigten gelegt wird, setzen sich die Mitarbeiter eher an den heimischen PC als in Firmen, in denen alle versuchen, den anderen ständig vorzuführen, wie hart sie arbeiten. Frauen halten kulturelle Barrieren öfter vom Homeoffice ab als Männer. Sie befürchten eher, sich mit Homeoffice aufs berufliche Abstellgleis zu begeben."

Ein Recht auf Homeoffice und ein gesetzlicher Rahmen erhöht die Chance auf mehr Arbeitszeitsouveränität, gibt Rechtssicherheit und würde den Wünschen vieler (weiblicher) Beschäftigter entsprechen.

 

Eine Kurzzusammenfassung der Studie sowie die Studie zum Download (auf Englisch) ist hier zu finden: https://www.boeckler.de/117819_122958.htm


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