Deutscher Gewerkschaftsbund

Equal Pay Day 2020

20 Prozent Lohnlücke im Jahr 2020: Frauen bekommen nach wie vor ein Fünftel weniger als Männer – sie verdienen aber mehr!

Mittlere Bruttomonatsverdienste nach Beruf und Geschlecht bei 10 Jahren Berufserfahrung, in Euro, Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI)

Mittlere Bruttomonatsverdienste nach Beruf und Geschlecht bei 10 Jahren Berufserfahrung, in Euro, Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) DGB/WSI

20 Prozent Lohnlücke im Jahr 2020: Frauen bekommen nach wie vor ein Fünftel weniger als Männer – sie verdienen aber mehr! Von tatsächlicher Gleichstellung zwischen den Geschlechtern kann angesichts dieser Lohnlücke keine Rede sein. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderung durch Covid-19 ist es an der Zeit, über den Wert der Arbeit für unsere Gesellschaft sprechen: Wie systemrelevant die Berufe in Pflege, Erziehung und Einzelhandel für unsere Gesellschaft sind, schlägt sich nicht annähernd in den Einkommen der Kolleginnen in diesen frauendominierten Branchen nieder!

Gerade dort jedoch sind die Bedingungen für die Beschäftigten durch unfreiwillige Teilzeit und Minijobs besonders schlecht. Um die Lohnlücke endlich zu schließen, brauchen wir die Aufwertung von Dienstleistungen – gerade im personennahen und sozialen Bereich. Diese Berufe gehören besser bezahlt. Dazu brauchen wir gute Tarifverträge! Denn wo Tarifverträge gelten, ist die Lohnlücke kleiner und es gibt meist Betriebsräte, die sich für Gleichstellung und bedarfsgerechte Arbeitszeitmodelle stark machen, die zum Leben passen. Unter dem Schutz von Tarifverträgen gibt es gute Löhne für alle, statt ein Vorwärtsrobben im Schneckentempo!

Die Frage von ungleichem Lohn ist auch eine Frage von ungleicher Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen. Frauen bringen tagtäglich 87 Minuten mehr für Haushalt, Familie und Pflege auf als Männer – fast ein ganzes Fußballspiel. Das zu ändern, ist nicht nur Privatsache, sondern auch die Verantwortung von Politik und Betrieben. Nötig sind flexible Arbeitszeitmodelle, Anreize für mehr Vätermonate und ein steuerfinanziertes Familienpflegegeld ähnlich dem Elterngeld. Denn Pflege geht alle an!

Gleichzeitig können und wollen wir nicht länger auf mehr Frauen in Führung verzichten. Solange in deutschen Vorständen faktisch eine Männerquote von 90 Prozent herrscht und Frauen auf allen Führungsebenen unterrepräsentiert sind, werden wir die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen nicht überwinden. Die Weiterentwicklung des Führungspositionen-Gesetzes mit einer Ausweitung der gesetzlichen Quote ist deshalb der notwendige nächste Schritt!

Zahlen und Entwicklung des Gender Pay Gaps auf Destatis

Zur Lohnlücke nach Berufen auf lohnspiegel.de

Ab 30 Jahren steigt der Gender Pay Gap stark an


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