Frauen verdienen in Deutschland etwa ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen, die eine gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten. Damit gehört Deutschland nach wie vor zu den europäischen Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen. Diese Entgeltlücke gilt es zu schließen. Entgeltgleichheit heißt, dass berufstätige Frauen das verdienen, was ihre männlichen Kollegen schon lange bekommen. Das Ganze. Und kein Viertel weniger.
Die Bundesregierung hat sich die Aufgabe gestellt, bis 2010 die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen auf 15 und bis 2015 auf zehn Prozent zu verringern. Diesem hochgesteckten Ziel steht allerdings eine ganz andere Realität gegenüber: Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen hat sich in Deutschland von 22 auf 23 Prozent vergrößert statt kleiner zu werden. Das zeigen die neuesten Zahlen der EU zum "Gender Pay Gap! – der Entgeltlücke.
Diese bedenkliche Entwicklung ist auch in der Europäischen Union zu beobachten. Der Lohnunterschied im EU-Durchschnitt beträgt etwa 17 Prozent. Noch vor Kurzem hat er bei 15 Prozent gelegen. Dabei sind die Frauen von heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Über die Hälfte aller Universitätsabschlüsse werden in Deutschland von Frauen gemacht. Deshalb ist es notwendig, den veränderten Verhältnissen Rechnung zu tragen und das gesteigerte Potenzial der Frauen angemessen und gleichwertig zu entlohnen.
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