Deutscher Gewerkschaftsbund

18.01.2016

EIGE: Men control the money - und Frauen?

Das Motto "Wer zahlt, schafft an" gilt leider immer noch - auch in der europäischen Politik. In der gesamten EU wirken nur zwei Frauen als Finanzministerinnen. Wie wir auf eine Abschaffung von Stereotypen auch in der Politik hinwirken können, untersucht das European Institute for Gender Equality (EIGE):

flickr.com/Images Money (CC BY 2.0)

Gute Nachrichten voraus: Frauen besetzen ein Drittel der Top-Positionen in der Politik. Interessant ist hier allerdings die Verteilung auf die Ressorts und Themenschwerpunkte, denn an den Stellen, in denen wichtige strategische Entscheidungen gefällt werden, sind Frauen immer noch mehr als unterrepräsentiert.

Die Studie des Europäischen Instituts für Geschlechtergerechtigkeit (European Institute for Gender Equality, EIGE) untersucht, wie es gerade um die Posten im Finanzsektor der politischen Systeme in der europäischen Union bestellt ist. Das Ergebnis: Men control the money.

Fortschritt - aber nicht im Finanzsystem

Von 28 Präsident/innen der Zentralbanken ist nur eine weiblich. Damit ist Zypern Vorreiter. Auch auf politischer Seite sind die entscheidenden Positionen in überwältigender Mehrzahl von Männern bekleidet. In nur zwei europäischen Staaten haben Finanzministerinnen die Entscheidungsgewalt. Darüber hinaus weist EIGE auch auf die Situation in der Privatwirtschaft hin, denn in den größten Unternehmen, die in der EU angesiedelt sind, werden nur 4% von Frauen geführt.

Was tun?

Aus dem Bericht lassen sich einige Schlussfolgerungen ziehen. Die Gründe, warum Frauen im Finanzsektor kaum zu finden sind, dürften in tradierten Sozialstrukturen liegen. Die dominante Rolle von Männern in Führungspositionen führe zu weiterem Gender Stereotyping: Männer stellen Männer ein, Männer befördern Männer.

Weitere Informationen und der ausführliche Bericht bei EIGE.


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