Deutscher Gewerkschaftsbund

10.02.2016

Equal Pay Day 2016

Der Equal Pay Day fällt 2016 auf den 19. März - bis zu diesem Tag arbeiten Frauen rechnerisch umsonst, also ohne Vergütung. Dies beruht auf der Entgeltlücke, die sich in Deutschland seit Jahrzehnten konstant auf einem hohen Level einpendelt: Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer.

Deshalb auch dieses Jahr unser Aufruf zum

Equal Pay Day 2016 #EPD2016!

 

Noch immer erwirtschaften Frauen durchschnittlich 22 Prozent (Stand 16.03.2016 laut Statistischem Bundesamt: 21 Prozent) weniger Lohn und Gehalt als Männer – für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Das ist die Realität für erwerbstätige Frauen in Deutschland. Damit ist die Entgeltlücke hierzulande nahezu konstant und größer als in den meisten EU-Ländern. Auch wenn Frauen genauso viel und genauso gut arbeiten wie ihre männlichen Kollegen, ihr durchschnittliches Entgelt ist deutlich geringer. Das muss sich ändern!

 


 Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutscher Frauenrat & Sozialverband Deutschland

rufen auf zu einer gemeinsamen

Kundgebung am Brandenburger Tor

10117 Berlin, Pariser Platz

18. März 2016

12 bis 13 Uhr


Redner/innen:

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB

Edda Schliepack, Mitglied im Präsidium des SoVD

Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates

 

Elke Ferner, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Vertreter/innen der im Bundestag vertretenen Parteien

 

Frauen haben „Recht auf Mehr!“

Wir fordern:

  •  einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit und auf befristete Teilzeit, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können.
  • die Einhaltung bestehender Tarifverträge und die korrekte Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen.
  • gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit auf betrieblicher Ebene, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.
  • eine Reform der Minijobs mit dem Ziel alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Arbeitnehmer/innen bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen.

Das war der Equal Pay Day 2016 - Rückblick

 


 

Weitere Informationen:

  • Unterschiedliche Gehälter von Frauen und Männern in denselben Berufen beim Lohnspiegel des WSI
  • GenderDatenPortal des WSI
  • Zu den Ursachen und Auswirkungen des Gender Pay Gaps beim HWWI
  • "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" - DGB-Projekt zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen

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Entgeltgleichheit

Han­nack for­dert Ge­setz für mehr Lohn­trans­pa­renz
Colourbox
"Nur wer weiß, was die anderen verdienen, kann sein gutes Recht einfordern", schreibt DGB-Vize Elke Hannack in der Debattenreihe "Klartext" des Online-Netzwerks XING. Deshalb dürfe es "nicht den Unternehmen überlassen bleiben, ob sie sich an Recht und Gesetz halten". Es brauche ein Gesetz für mehr Lohntransparenz.
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Fo­to­strecke: Equal Pay Day 2015
DGB/Simone M. neumann
Am 20. März 2015 veranstalteten DGB, Deutscher Frauenrat und der Sozialverband Deutschland (SovD) am Brandenburger Tor in Berlin eine gemeinsame Kundgebung zum Equal Pay Day (EPD). Der EPD erinnert daran, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich immer noch 22 Prozent weniger Entgelt bekommen als Männer. Unsere Fotostrecke zur Kundgebung.
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"Was ver­dient die Frau? Wirt­schaft­li­che Un­ab­hän­gig­keit"
Projekt "Was verdient die Frau?"
Im September 2014 hat das Projekt "Was verdient die Frau?" seine Arbeit aufgenommen. Pünktlich zum Equal Pay Day 2015 startete die Webseite zum Projekt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu stärken – und deshalb für eine geschlechtergerechte Entgeltpraxis und für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt zu werben.
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Ent­gelt­lücke ge­schlos­sen - in 118 Jah­ren!
Flickr.com - CC BY-NC-ND 2.0 (Alexandra Zakharova)
Wie steht es um Gleichstellung weltweit? Welche Länder sind in dieser Hinsicht top, welche flop? Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum WEF) veröffentlicht die aktuellen Zahlen:
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Un­glei­che Chan­cen auf gut be­zahl­te Jobs
flickr.com - CC BY-NC-SA 2.0 (Adam Holtrop)
Vieles ist erklärt, aber längst nicht alles ist gesagt – dass Frauen immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer lässt sich bisher nur zu einem Teil erklären. Aktuelle ergänzende Analysen des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen,
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