Deutscher Gewerkschaftsbund

02.12.2016
Conference „Women and Informalisation of Work“

Int. Konferenz „Women and Informalisation of Work“ in Surabaya

Deutsche Gewerkschaften können von asiatischen Organisationen lernen

Int. Konferenz Surabaya

Diese Woche findet die internationale Konferenz „Women and Informalisation of Work“ (Frauen im informellen Sektor organisiert) in Surabaya (Indonesien) statt. Sie ist Teil des aktuellen Asienprogramms des DGB-Bildungswerks (2016 - 2018) mit vier asiatischen gewerkschaftlichen Partnerorganisationen.

Im Fokus steht der Austausch, wie Frauen im informellen Sektor besser organisiert und unterstützt werden können, da hier das Armutsrisiko und die Ausbeutung am größten sind. 70 TeilnehmerInnen aus Indonesien, Bangladesch, Vietnam, Indien und Deutschland tauschen ihre Erfahrungen, Ideen und best practise aus. Als Vertreterin des DGB stellte Christina Stockfisch die Situation in Deutschland vor. Zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in Privathaushalten und das DGB-Reformkonzept: Arbeitsplatz Privathaushalt - Gute Arbeit ist möglich.

Zu diesem Thema können die deutschen Gewerkschaften noch einiges von den asiatischen Organisationen lernen. Beispielgebend ist die Arbeit von SEWA (Self Employed Women‘s Association) in Indien. In Indien sind 93% aller Arbeitsverhältnisse informell, d.h. ohne Sozialversicherung und Alterssicherung. Seit dreißig Jahren organisiert und stärkt die von Frauen für Frauen gegründete Gewerkschaft im informellen Sektor Arbeitende. Zwei Millionen haben sich hier bisher solidarisch zusammengeschlossen und täglich werden es mehr. Damit ist SEWA weltweit die Gewerkschaft mit den meisten weiblichen Mitgliedern.

 

 


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