Deutscher Gewerkschaftsbund

01.08.2017
Schule

Hannack: Ganztagsschulen fördern Chancengleichheit

Vier Jahre nachdem der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz in Kraft getreten ist, fordert der DGB nun auch den Rechtsanspruch auf einen Platz in der Ganztagsschule. "Nach dem Anspruch auf einen Kita-Platz ist dies die logische Konsequenz, wenn wir insgesamt eine gute Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur haben wollen“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

Schüler an Tafel

DGB/Gennadiy Poznyakov/123rf.com

Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, zur Forderung des DGB nach einem Rechtanspruch auf die Betreuung in Ganztagsschulen.

„Der DGB fordert einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Ganztagsschule. Nach dem Anspruch auf einen Kita-Platz ist dies die logische Konsequenz, wenn wir insgesamt eine gute Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur haben wollen.

Die Ganztagsschule bietet große Chancen für einen ganzheitlichen Bildungsansatz. Echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nur dann möglich, wenn Eltern ihr Kind auch am Nachmittag gut betreut und gefördert wissen. Eine nachmittägliche Betreuung durch Ehrenamtliche reicht dafür nicht aus. Gute Ganztagsschulen verfügen über ein pädagogisch durchdachtes Konzept, das effektive und abwechslungsreiche Unterrichts- und Freizeitformen bietet. Dies trägt mehr zur Chancengleichheit bei, denn jedes Kind lernt anders.

Bei der Finanzierung der Ganztagsbetreuung ist auch der Bund gefordert. Der Ausbau von guten Ganztagsschulen kostet Geld, das den meisten Ländern auch wegen der Schuldenbremse fehlt. Gelingen kann dies nur, wenn das unsinnige Kooperationsverbot endlich komplett aufgehoben wird


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