Deutscher Gewerkschaftsbund

20.09.2018

EU-Parlament gegen Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben

© Shutterstock/jorisvo

 

Das Plenum nahm am 11.09.18 eine Entschließung zu Maßnahmen an, die Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum und im politischen Leben in der EU verhindern soll.

Der mit großer Mehrheit angenommene Bericht fordert die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, Präventivmaßnahmen, vertrauliche Verfahren für Beschwerden und Sanktionen für die Täter vorzuschlagen. Sexuelle Belästigung und Mobbing sind zwei der extremsten und am weitesten verbreiteten Formen geschlechtsspezifischer Diskriminierung, wobei 90 Prozent der Opfer weiblich sind.

Der Bericht ist ein erster wichtiger Schritt zur Festlegung klarer Definitionen und zum Handeln auf EU-Ebene. Er schlägt eine Reihe von Bildungsstrategien und -mitteln vor, um Belästigung, einschließlich Online-Belästigung, und ihre Folgen zu bekämpfen. In den bestehenden Rechtsvorschriften werden Gewalt und Belästigung in der EU aufgrund von rechtlichen und administrativen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten nicht berücksichtigt. Das Parlament fordert die Europäische Kommission auf, eine Richtlinie gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen vorzuschlagen, um sicherzustellen, dass Gesetzeslücken nicht zu Straffreiheit führen.

Entschließung (pdf)


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