Deutscher Gewerkschaftsbund

19.02.2016
Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen

Stress im Job? Das könnten Arbeitgeber für ihre Beschäftigten tun

Viele Beschäftigte fühlen sich im Erwerbsleben unter Druck gesetzt. Schlagworte wie Burn-Out oder Stress sind längst in der Arbeitsrealität angekommen. Langfristiger Druck macht krank und oft finden sich die Ursachen für diese Belastung in den Arbeitsbedingungen. Hier können Arbeitgeber entgegenwirken:

flickr.com/Ray_LAC (CC BY 2.0)

Welche Auswirkungen hat Personalpolitik auf die Beschäftigten?

Dieser Frage geht eine Studie, veröffentlicht bei der Hans-Böckler-Stiftung, auf den Grund. "Insbesondere fremdbestimmte unregelmäßige Arbeitszeiten, Überstunden und schlechte Aufstiegschancen erhöhen den Stress am Arbeitsplatz" - so die zentralen Ergebnisse.

Eine hohe Wochenstundenzahl oder lange Arbeitstage stünden dabei nicht zwingend in direkter Verbindung zu hoher psychischer und physischer Belastung für die Beschäftigten. Das Problem sei die Fremdbestimmung: „Fehlende Autonomie bei der Arbeitszeitgestaltung ist eine potenzielle Quelle für Stress“. Wenig Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeit und überlange Arbeitstage sind die größten Faktoren, die hier reinspielen. Und davon sind nicht wenige Beschäftigte betroffen:

 

HBS

Keine Regeln = noch mehr Arbeitszeit


Ein direkter Umkehrschluss ist hier allerdings nicht zu ziehen. Denn es wurde deutlich: Wer überhaupt keine Arbeitszeitregelungen hat, arbeitet durchschnittlich 8 Stunden länger als eigentlich vereinbart:

HBS

Was Arbeitgeber hier für ihre Beschäftigten tun können?

„Erstens sollten Arbeitgeber darauf achten, adäquate Gehälter zu zahlen“, so die Studienautor/innen. „Zweitens sollten sie Aufstiegschancen ermöglichen. Und schließlich sollten sie Mitarbeitern mehr Kontrolle über ihre Arbeitszeit gewähren, beispielsweise durch Gleitzeit oder selbstbestimmte Arbeitszeit.

 

Zur Studie bei der Hans-Böckler-Stiftung

 


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