Deutscher Gewerkschaftsbund

01.11.2016
Tagung: Wie weiter mit den Minijobs?

DGB-Vorschläge zur Neuordnung der geringfügigen Beschäftigung

am 18. Januar 2017 in Berlin

Frau mit Putzmaterial

DGB/Simone M. Neumann

Minijobs spielen nach wie vor am Arbeitsmarkt eine große Rolle. Fast jede fünfte abhängige Beschäftigung ist geringfügig entlohnt. Im
Juni 2016 waren 7,45 Millionen Menschen in Minijobs tätig. Davon arbeiteten rund 4,9 Millionen Menschen ausschließlich in Minijobs.
Fast drei Millionen aus dieser Gruppe sind im klassischen Erwerbsalter von 25 bis 64 Jahren. Gerade bei dieser Gruppe gehen Minijobs
zum Teil mit erheblich negativen Folgen einher.


Neben den gleichstellungspolitischen Aspekten wird immer deutlicher, dass das Festhalten gut qualifizierter Fachkräfte in geringfügiger
Beschäftigung Fachkräfteengpässe begünstigt, Schwarzarbeit fördert und zu Altersarmut führt. Zugleich werden Arbeitnehmer/innen
in Minijobs in der betrieblichen Praxis oftmals als „Beschäftigte zweiter Klasse“ behandelt. Insgesamt wirken Minijobs – auch nach
Einführung des gesetzlichen Mindestlohns – eher als Sackgasse denn als Brücke in sozialversicherte Beschäftigung.


Um die Vielzahl der Probleme, die mit Minijobs einhergehen zu lösen, hat der DGB Reformvorschläge zur Neuordnung der geringfügigen
Beschäftigung erarbeitet. Unsere Vorschläge zeigen Lösungsmöglichkeiten für Minijobs in Betrieben auf. Wir nehmen aber
auch ganz gezielt den Arbeitsplatz Privathaushalt in den Blick. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Situation der in
Privathaushalten Tätigen zu verbessern.


Mit Blick auf den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, welcher Anfang 2017 vorliegen soll, und der im Herbst 2017
anstehenden Bundestagswahl möchten wir unsere Vorschläge zur Neuordnung der geringfügigen Beschäftigung im Rahmen dieser
Veranstaltung gerne mit Ihnen diskutieren.


Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

 
ANNELIE BUNTENBACH                                                                     JOHANNES JAKOB
Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes                 Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik, DGB-Bundesvorstand

 

Veranstaltungsort:
Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
Vertretung beim Bund
Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin

 

Anmeldung:
Anmeldungen bitte nur über anhängenden Antwortbogen (pfd-Datei)


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