Deutscher Gewerkschaftsbund

Zwischen Beruf und Familie passt kein ODER

Beratungsangebot für eine gute betriebliche Praxis

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Fragen der Vereinbarkeit sind nicht nur Frauensache. Das Bewusstsein für die Chancengleichheit von Männern und Frauen und die Notwendigkeit der Aufstiegsförderung von Frauen im Betrieb wächst. Betriebsräte setzen sich zunehmend dafür ein, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu ermöglichen. Das von der BGAG-Stiftung Walter Hesselbach geförderte Beratungsprojekt des DGB „Zwischen Beruf und Familie passt kein Oder“ unterstützt Veränderungsprozesse im Betrieb und entwickelt beteiligungsorientiert passgenaue Lösungen.

Fachtagungen, Diskussionsrunden und Workshops zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ haben Hochkonjunktur. Zertifikate und Wettbewerbe preisen die Ausgezeichneten. Plattformen präsentieren best practice. Unternehmen, die an ihrem Image arbeiten, locken junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte mit familienbewussten Arbeitszeiten und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden Frauen mit verbesserten Möglichkeiten der begrenzten Freistellung oder der Kinderbetreuung umworben. Für immer mehr Betriebs- und Personalräte rücken Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in den Vordergrund. All dies zeigt: Das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ ist nicht erledigt.

Fragen der Vereinbarkeit sind nicht nur Frauensache

Noch viel mehr: Sie sind eng verbunden mit Fragen der Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt und zur Gleichstellung der Geschlechter im Betrieb. Kinder erziehen, Angehörige pflegen, sich weiterbilden oder ehrenamtlich engagieren: Viele Arbeitnehmerinnen und immer mehr Arbeitnehmer möchten ihre Arbeitszeit den wechselnden Anforderungen des Lebens anpassen, ohne im Berufsleben den Anschluss zu verlieren. Frauen möchten ebenso wie Männer in jeder Lebensphase ein existenzsicherndes Einkommen erzielen und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen. Doch das Berufs- mit dem Familienleben zu vereinbaren ist nach wie vor eine Gratwanderung, bei der eine Fehlentscheidung lebenslange Konsequenzen haben kann.

Tendenz zu mehr Bewusstsein

Vielerorts aber wächst das Problembewusstsein. Betriebsräte setzen sich zunehmend dafür ein, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer in den Betrieben zu ermöglichen. Das Bewusstsein für die Chancengleichheit von Männern und Frauen und die Notwendigkeit der Aufstiegsförderung von Frauen im Betrieb wächst, weil in Zeiten des demografischen Wandels auf Fachkräfte nicht verzichtet werden kann. Zuweilen aber fehlt es an Know-how und Unterstützung, um die spezifischen Bedarfe im Unternehmen aufzuspüren, Hindernisse auf dem Weg in eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit gleichen Chancen für Männer und Frauen aus dem Weg zu räumen, gute Lösungen zu entwickeln und bedarfsgerecht umzusetzen.

Das Beratungsprojekt unterstützt

Hier setzt das von der BGAG-Stiftung Walter Hesselbach geförderte Beratungsprojekt des DGB „Zwischen Beruf und Familie passt kein Oder“ an. Es unterstützt Veränderungsprozesse im Betrieb und entwickelt beteiligungsorientiert passgenaue Lösungen für Unternehmen mit einem konkret-praktischen Nutzen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Unternehmen profitieren von der hohen Zufriedenheit und Motivation ihrer Beschäftigten.

Mit Unterstützung erfahrener Beraterinnen können Betriebsräte gemeinsam mit Geschäftsführung oder Personalabteilung einen Prozess der Veränderung und Verbesserung initiieren. Ziel ist es, vor Ort passgenaue Lösungen zu entwickeln, um Arbeitsbedingungen so zu verändern, dass eine bessere Vereinbarkeit ermöglicht wird.

 

Den Praxisbericht zum Beratungsangebot können Sie hier herunterladen:

„Zwischen Familie und Beruf passt kein oder“ (PDF, 9 MB)

Der Bericht zeigt anhand konkreter Beispiele aus der Praxis, wie Vereinbarkeit in verschiedenen Betrieben umgesetzt wurde.

Ansprechpartnerin: Silke Raab, DGB Bundesvorstand, Abt. Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik, silke.raab@dgb.de