Deutscher Gewerkschaftsbund

12.02.2015

Internationaler Frauentag 2015

Deutschland hat den Mindestlohn!
Was in vielen europäischen Staaten schon lange Praxis ist, ist nun auch bei uns Gesetz: Seit dem 1. Januar 2015 gilt der
gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Damit steigen insbesondere die Einkommen von Arbeitnehmenden in den
ostdeutschen Bundesländern, von geringfügig Beschäftigten – und vor allem von Frauen. Denn zwei Drittel der
Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor sind weiblich.


Mit dem Mindestlohn die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern verringern!
Der Mindestlohn muss gesetzeskonform umgesetzt und wirksam kontrolliert werden. Denn dank der Einführung des
Mindestlohns hat jede vierte erwerbstätige Frau Anspruch auf eine Lohnerhöhung.

Mit dem Mindestlohn die Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen verbessern!
Ein wichtiger Schritt ist getan! Weitere müssen folgen, denn: Häufig fallen bei erwerbstätigen Frauen niedrige Stundenlöhne
und ein geringes Arbeitsvolumen zusammen. Immer mehr Frauen sind berufstätig – aber viel zu oft in unfreiwilliger und
geringer Teilzeit. Sollen sich die Einkommen von Frauen und ihre Aufstiegschancen verbessern, müssen sie ihre Arbeitszeiten
den jeweiligen Lebensphasen anpassen können!

Der Mindestlohn kann nur der Anfang sein!
Wir brauchen faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben! Am
internationalen Frauentag 2015 setzen die Gewerkschaften dafür ein Zeichen und fordern:

  • ein wirksames Entgeltgleichheitsgesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und geschlechtergerecht zu gestalten;
  • einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeitbeschäftigung und einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit;
  • faire Aufstiegschancen für Frauen durch eine Pflicht zur Aushandlung verbindlicher Ziel- und Zeitvorgaben in den Betrieben und Verwaltungen;
  • den flächendeckenden Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuung für Kinder und Pflegebedürftige;
  • die Aufwertung frauendominierter Berufe mit dem Ziel einer höheren gesellschaftlichen und finanziellen Wertschätzung;
  • eine nachhaltige Reform der Minijobs, um die soziale Sicherung ab der ersten Arbeitsstunde zu gewährleisten.

Wir wollen bessere Rahmenbedingungen für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen über alle Lebensphasen
hinweg. Deswegen: Heute für morgen Zeichen setzen!


Nach oben

DGB-Projekt "Was verdient die Frau?"

Dein Sprungbrett – Webinare und Beratung für junge Frauen

DGB-Projekt "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten"

DGB-Projekt "Zwischen Familie & Beruf passt kein ODER"

Klischeefrei

DIREKT ZU IHRER GEWERKSCHAFT

DGB-INFOSERVICE EINBLICK

Das Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen

Perspektive Wiedereinstieg

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Letzte Chance: Fünften Förderaufruf der Sozialpartner-Richtlinie für Projekte zur Gleichstellung in Betrieben nutzen!
Der fünfte und letzte Förderaufruf zur ESF-Sozialpartnerrichtlinie "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern" (gemeinsame Initiative des BMAS, BDA und DGB) ist jetzt gestartet. Bis 21. September 2018 können Interessenbekundungen im Online-Verfahren beim Bundesverwaltungsamt eingereicht werden. Diesmal sind Träger mit Projektideen zur Umsetzung in den neuen Bundesländern sowie Lüneburg (Übergangsregion) besonders aufgerufen sich zu beteiligen. weiterlesen …
Sexismus am Arbeitsplatz präventiv angehen
Die Hälfte aller Beschäftigten hat sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt - im Büro, bei Betriebsfeiern oder im Lift. Auch wenn Frauen selbstbewusster und Männer sensibler werden, ändert sich nur langsam etwas resümiert der Tagesspiegel und zitiert u. a. den DGB und die NGG dazu. weiterlesen …
Artikel
Die Quote in Aufsichtsräten wirkt.
Während der Frauenanteil in den Aufsichtsräten allmählich ansteigt, bewegt sich in den Vorständen wenig – das zeigt eine Analyse des WSI der Hans-Böckler-Stiftung weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten