Deutscher Gewerkschaftsbund

Infobrief "Frau geht vor"

Der jeweils aktuelle Infobrief "Frau geht vor" ist über die Abteilung Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik beim DGB Bundesvorstand - über Bettina Küster (bettina.kuester@dgb.de)- zu beziehen oder direkt hier herunterzuladen. Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Frau geht vor 04/2015

DGB

Zu den Artikeln 4/2015

Flücht­ling ist nicht gleich Flücht­ling

Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die weitaus meisten Flüchtlinge retten sich in sichere Regionen im Inland oder in angrenzende Staaten. Aber auch in Europa suchen täglich Tausende Asyl, allein im Oktober wurden in Deutschland 52.730 Erstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt.

Frau­en & Flucht: Stark im Be­ruf

Um Menschen eine gute Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, ist eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt wichtig. Das gilt für Flüchtlinge, wie auch für die schon seit längerem in Deutschland ansässigen Migranten/innen. Ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt weist jedoch nach wie vor große Unterschiede auf. Das Projekt „Stark im Beruf“ hilft:

Frau­en & Flucht: He­r­aus­for­de­run­gen bei der Ar­beits­mark­tin­te­gra­ti­on

Das Bild der aktuellen Flüchtlingssituation ist überwiegend von männlichen Asylsuchenden geprägt, doch etwa 40 Prozent aller Flüchtlinge in Deutschland sind weiblich. Dieser Anteil kann sich mit dem zu erwartenden Familiennachzug weiter erhöhen. Bei den notwendigen Schritten zur Integration in den Arbeitsmarkt muss daher die spezifische Situation von Frauen dringend berücksichtigt werden.

Frau­en und Flucht: Un­zu­mut­ba­re Zu­stän­de in Un­ter­künf­ten

Weibliche Flüchtlinge sind auch in Deutschland auf besonderen Schutz angewiesen. Um die Rechte von geflüchteten Frauen kümmert sich die Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen (agisra e.V.) in Köln. Mitarbeiterin Shewanesh Sium berichtet aus der Praxis.

Recht­li­che Fort­schrit­te, prak­ti­sche Ri­si­ken

Auch wenn geschlechtsspezifische Fluchtursachen, wie häusliche und sexuelle Gewalt, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung, rechtlich anerkannt sind, gibt es in der praktischen Umsetzung noch viele Hürden. In den Asylverfahren fehlt es an Geschlechtersensibilität und entsprechenden Bedingungen, die den Antragstellerinnen ermöglicht, in einem geschützten Rahmen ihre Fluchtgründe glaubwürdig vorzubringen.

Frau­en auf der Flucht

Flucht ist kein aktuelles Phänomen. Schon vor Jahrhunderten wurden Menschen aus politischen, religiösen und anderen Gründen verfolgt. Wie weit geschlechtsspezifische Fluchtmuster heute noch eine Rolle spielen und welchen besonderen Gefahren Frauen ausgesetzt waren und sind, zeigt Migrationsforscherin Sylvia Hahn.

Flücht­lings­frau­en fern­ab von Eu­ro­pa

Aktuell ist das Flüchtlingsthema in aller Munde, wobei in deutschen Medien fast ausschließlich von Flüchtlingen in Europa berichtet wird. Globale Entwicklungen und insbesondere geschlechterspezifische Fluchterfahrungen bleiben indes vernachlässigt. Dabei sind rund die Hälfte aller Fliehenden Frauen. Über Herausforderungen und Chancen:

DGB: Flücht­lings­po­li­tik ge­recht und so­li­da­risch ge­stal­ten, ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt för­dern

Menschen fliehen vor Kriegen, Bürgerkriegen und vor politischer oder rassistischer Verfolgung. Sie brauchen Schutz. EU und Deutschland haben eine Verantwortung bei der Aufnahme, für ein faires und zügiges Verfahren zur Entscheidung über Asylanträge sowie bei der Integration von Geflüchteten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stellen sich den Herausforderungen:

Frau geht vor 03/2015

DGB

Zu den Artikeln 3/2015

Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Nah­les zur Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beit

Neue Technologien verändern die Arbeitswelt. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles setzt dabei auf gute Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen. Gerade für Frauen sind bessere Zugangschancen zur Weiterbildung unabdingbar. Doch um mehr Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsmarkt zu erreichen, braucht es mehr:

Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beit: Wo geht die Rei­se hin?

Mit der Digitalisierung sind wir Zeitzeugen eines tiefgreifenden Wandels mit weitreichenden Folgen für Unternehmen und ihre Beschäftigten. Wir stehen erst am Anfang dieser digitalen Transformation und die Frage ist: Wo geht die Reise hin? Wie wird sich die Arbeitswelt der Zukunft entwickeln? Welche Rolle werden Frauen in dieser neuen digitalen Arbeitswelt spielen?

Gift für die Ver­ein­bar­keit

Ständige Erreichbarkeit ist zu einem Symbol moderner Arbeit geworden. Immer selbstverständlicher wird es für immer mehr Beschäftigte ihre beruflichen Mails abends oder am Wochenende zu checken. Die hohe zeitliche Verfügbarkeit ist Ausdruck einer extrem flexiblen Arbeitswelt, in der die zeitlichen Grenzen zwischen Arbeitszeit und privater Zeit verschwinden und

Frau geht vor 02/2015

Frau geht vor 02/2015

DGB

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Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf auch für Aus­zu­bil­den­de

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für junge Beschäftigte zu ermöglichen, können familienbewusste Maßnahmen bereits in der Ausbildungsphase greifen. Ein Beispiel für gute Praxis ist die Teilzeitausbildung für junge Mütter und Väter bzw. junge Menschen mit Familienaufgaben

An­ne­lie Bun­ten­bach zu Chan­cen­gleich­heit in IT-Be­ru­fen

MINT-Fachkräfte sind am Arbeitsmarkt stark gefragt, doch leider sind Frauen in vielen MINT-Berufen deutlich unterrepräsentiert, insbesondere in den Bereichen Technik und Informatik. Drei Fragen an Annelie Buntenbach

Ein Kernthe­ma der Gleich­stel­lungs­de­bat­te

Das Mutterschutzgesetz ist in die Jahre gekommen. Über seine Reformbedürftigkeit besteht in weiten Teilen der politischen Akteurinnen und Akteure Einigkeit. Auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist die Novellierung des Mutterschutzgesetzes...

Stär­kung der Part­ner­schaft

Das Elterngeld kann zu einer langfristigen partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Familie beitragen, wenn die betrieblichen Voraussetzungen stimmen. Sechs Jahre nach Einführung des Elterngeldes hat die Studie „Nachhaltige Effekte der Elterngeldnutzung durch Väter“...

Was dar­f’s denn sein...?

Ausbildungsberufe und Studiengänge in der IT, im Handwerk, in Technik und Naturwissenschaften kennenlernen und weiblichen Vorbildern in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik begegnen - beim Girls‘ Day am 23. April 2015 hatten Mädchen die Möglichkeit, Berufe zu erkunden und kennenzulernen – jenseits von klassischen Rollenbildern.

Be­rufs­ori­en­tie­rung als schu­li­sche Auf­ga­be

2004 haben Bundesregierung und Wirtschaftsinstitutionen einen „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftesicherung in Deutschland“ vereinbart. In diesem Rahmen spielt auch die Berufsorientierung eine wichtige Rolle. Eine Bilanz.

Von An­fang an!

Ob Frauen wirtschaftliche unabhängig sind und sein können, entscheidet sich oft schon sehr früh: Der Berufseinstieg beeinflusst die eigenständige Existenz-sicherung im weiteren Lebensverlauf maßgeblich. Wie Interessenvertretungen dabei mitwirken können, thematisiert ein Workshop des DGB-Projektes „Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“.

Er­zie­he­rin­nen ver­die­nen mehr…

Der Sozial- und Erziehungsdienst ist in den Schlagzeilen. Zehntausende, insbesondere Frauen, kämpfen für die Aufwertung des Erzieher/innenberufs und mehr Entgeltgerechtigkeit. Rund 95 Prozent der Kita-Beschäftigten sind weiblich. Ihr Berufsweg ist ein Paradebeispiel für die Diskriminierung von Frauen im Erwerbsleben.

Be­ruf­li­che Ent­wick­lungs­chan­cen för­dern

Einseitige, festgefahrene Stereotypen bestimmen immer noch die Berufswahl junger Menschen, das muss sich ändern. Auch Unternehmen müssen dazu ihren Beitrag leisten und Frauen und Männern gleichermaßen Berufsperspektiven bieten. Wie das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus der chemischen Industrie.

Be­rufs­wahl jun­ger Frau­en: Zwi­schen Tra­di­ti­on und Mo­der­ne

Trotz Annäherungen bei der Berufsorientierung treffen Mädchen und Jungen nach wie vor geschlechtsspezifische Berufsentscheidungen. Welche Faktoren, dazu beitragen und warum Berufsorientierung gender-geschulte Pädagog/innen und Berater/innen braucht, erläutert Angelika Puhlmann vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ent­gel­tun­gleich­heit be­ginnt bei der Aus­bil­dung

In Deutschland besteht bereits während der Ausbildung ein deutlicher Unterschied zwischen der Einkommenssituation junger Frauen und Männer. Dies wird in der öffentlichen Diskussion des Themas Entgeltgleichheit bislang wenig berücksichtigt. Eine durchgängig schulgeldfreie und vergütete Ausbildungslandschaft würde die bestehende finanzielle Benachteiligung von Frauen in der Ausbildungsphase deutlich reduzieren und der geschlechterstereotypen Berufswahl entgegenwirken.

Be­rufs­wahl als Kar­rie­re-Sack­gas­se?

Nach wie vor wird die Berufswahl von Stereotypen geprägt: Pflege und Erziehung sind Frauendomänen, während technische und verarbeitende Berufe in Männerhand sind. Das hat Folgen für die spätere Karriere, denn Männerberufe bieten häufig auch bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Die Schlussfolgerung, Frauen verstärkt in Männerberufe zu lenken, greift aber zu kurz. Denn auch Männer, die sich für einen Frauenberuf entscheiden, haben bessere Aufstiegschancen.

Struk­tu­rel­le Hür­den beim Auf­stieg

Diskriminierungen erschöpfen sich nicht in Handlungen einzelner Personen. Vorurteile und Stereotypen und die damit verknüpften Wert- und Normalvorstellungen sind tief in gesellschaftliche Institutionen und Strukturen eingeschrieben. Ein aktuelles Gutachten deckt mittelbare Diskriminierungen in der beruflichen Aufstiegs- und Weiterbildungsförderung auf.

Mäd­chen­bil­der - Hand­werks­rol­len

Wie werden junge Frauen angesprochen, um sie für Berufe im Handwerk und in der Landwirtschaft zu interessieren? Und wie sollten sie angesprochen werden, um die nach wie vor geschlechtsspezifischen Berufsorientierungen von jungen Frauen und Männern aufzubrechen? Dazu hat das Berliner Forschungs- und Beratungsinstitut SowiTra, im Auftrag des Deutschen LandFrauenverbands die Studie

ver­.­di-Frau­en schaf­fen Per­spek­ti­ven!

Rund 260 ver.di-Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten auf der 4. Bundesfrauenkonferenz unter dem Motto „ver.di-Frauen schaffen Perspektiven!“ in Berlin über die Digitalisierung der Arbeitswelt, prekäre Beschäftigung, Entgeltgleichheit, neue Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit. Auf der Konferenz forderten Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und ver.di Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger deutliche Verbesserungen der Arbeits- und Lohnsituation von Frauen.

20. Frau­en­kon­fe­renz der IG-Me­tall

Vom 19. bis 21. April 2015 legten die Delegierten auf der 20. Frauenkonferenz der IG Metall in Willingen ihre Strategie für die Zukunft fest. Unter dem Motto „Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“ standen bei den mehr als 300 IG Metall-Frauen die Themen Gleichstellung, Entgeltgerechtigkeit und Vereinbarkeit im Mittelpunkt.

Frau geht vor 01/2015

Cover frau geht vor 01/15

DGB

Un­glei­che Chan­cen auf gut be­zahl­te Jobs

Vieles ist erklärt, aber längst nicht alles ist gesagt – dass Frauen immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer lässt sich bisher nur zu einem Teil erklären. Aktuelle ergänzende Analysen des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen,

Min­dest­lohn: DRAN BLEI­BEN!

Mit Veranstaltungen und Aktionen, einem Mindestlohn-Truck und vielem mehr wurde in Deutschland für den Mindestlohn geworben. Warum es jetzt heißt „weiter dran bleiben“, erläutert Claudia Falk, seit 2012 verantwortlich für die DGB-Mindestlohnkampagne.

Min­dest­lohn ver­rin­gert Ent­gelt­lücke

INTERVIEW: Annette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, spricht über Auswirkungen, Ausnahmen und stärkere Kontrollen.

Min­dest­lohn – Schritt zur ei­gen­stän­di­gen Exis­tenz­si­che­rung

Es hat lange gedauert bis Deutschland – wie die meisten anderen EU-Länder – einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt hat. Seit Anfang 2015 haben nun aber fast alle Beschäftigten Anspruch auf einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Lohnverteilung und Einkommen aus, sondern

Sau­ber­keit hat ih­ren Preis

Die IG BAU hat bereits seit Jahren Erfahrungen mit Mindestlöhnen. So gibt es in der Gebäudereinigung seit März 2007 einen als allgemeinverbindlich erklärten Mindestlohn für gewerblich Beschäftigte. Doch die zunehmende Leistungsverdichtung und befristete Verträge setzen Beschäftigte unter Druck,

Das Min­des­te für al­le

Der gesetzliche Mindestlohn ist da - endlich. Dafür hat auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lange gekämpft. Erstmalig auf unserem Gewerkschaftstag 2003 beschlossen, mit unserer Schwestergewerkschaft ver.di in der „Initiative Mindestlohn“ vorangetrieben und schließlich mit dem DGB erfolgreich beendet:

Min­dest­lohn: Ver­trau­en ist gut, Kon­trol­le ist bes­ser

Der gesetzliche Mindestlohn als unterster Lohnstandard wird sich nur dann durchsetzen, wenn alle Arbeitgeber sich daran halten, Schlupflöcher geschlossen und Umgehungsstrategien verhindert werden. Dazu sind umfassende Kontrollen der Arbeits- und Lohnbedingungen erforderlich.

Frau geht vor 04/2014

frau geht vor 04/2014

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