Deutscher Gewerkschaftsbund

Die Alterssicherung von Frauen verbessern!

Ob Niedriglohn, Teilzeit, Erwerbsunterbrechung oder mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie: diskriminierende Bedingungen im Erwerbsleben führen Frauen in prekäre Beschäftigung mit geringem Einkommen. Darauf folgen Renten, die oft nicht zum Leben reichen. Doch Frauen haben dasselbe Recht auf eine eigenständige Existenzsicherung wie Männer – und damit auch auf ein auskömmliches Alterseinkommen.

 

DER DGB BUNDESFRAUENAUSSCHUSS FÜR DEN KURSWECHSEL IN DER RENTE!

Für die Zukunft der Rente stehen jetzt wichtige Entscheidungen an. Doch was wir erleben ist politischer Stillstand! Im Rahmen der Rentenkampagne des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften setzt sich Kolleginnen der Mitgliedsgewerkschaften und des DGB unter dem Motto "Rente: Kurswechsel jetzt! Handeln statt aussitzen“ für eine starke gesetzliche Rente ein. Denn Rente muss für ein gutes Leben reichen, auch für Frauen..

 

 

4564

DGB

UNSERE FORDERUNGEN

Die Rente gilt als Spiegelbild der Teilhabe am Erwerbsleben. Durch längere Erwerbsunterbrechungen, Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg und häufige Teilzeitbeschäftigung erwerben Frauen einen um 53 % geringeren eigenen Rentenanspruch als Männer. Die Frauen im DGB fordern den sogenannten Gender Pension Gap zu schließen, insbesondere durch

  • die Verbesserung der Einkommenschancen von Frauen
  • die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung und die Stabilisierung des derzeitigen Rentenniveaus
  • die angemessene Berücksichtigung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten in der Rentenversicherung
  • die Schaffung flexibler Übergänge, die auch unterbrochene Erwerbsbiographien berücksichtigen

Was sagen die Wahlpogramme der Parteien dazu? Hier geht es zu unserem Parteiencheck!

 

 

engel

DGB

Unter dem Motto „Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!“ wird in ganz Deutschland auf die Ziele der Rentenkampagne des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften aufmerksam gemacht. Die wichtigsten Forderungen: Die Stabilisierung und langfristige Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus und die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung. Voraussetzung für eine gute Rentenpolitik ist ein stabiles und ausreichendes Rentenniveau. Davon profitieren insbesondere Frauen, da sie auf Solidarelementen in der gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausgleich von z.B. Erziehungszeiten angewiesen sind. Hier geht es zur Rentenkampagne.

 

ES GIBT NOCH VIEL ZU TUN... 

In der 18. Legislaturperiode hat die Bundesregierung seit langer Zeit wieder echte Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung durchgeführt: Die abschlagfreie Rente mit 63, die bessere Anerkennung von Kindererziehungszeiten und die Aufbesserung der Erwerbsminderungsrente sind Teil des sogenannten Rentenpakets. Der DGB begrüßte grundsätzlich die Reformen, forderte aber weitere Verbesserungen und eine stabile Finanzierung des Rentensystems. Der DGB setzt sich dafür ein, dass die Genderperspektive und weibliche Erwerbsbiografien bei Rentenreformen berücksichtigt werden. Denn trotz der Bemühungen der Bundesregierung um ein umfassendes Rentenpakets haben sich die rentenrechtlichen Rahmenbedingungen für Frauen nur geringfügig verbessert.

 

dgb

ver.di

GEMEINSAM GEGEN ALTERARMUT

Die Frauen im DGB beteiligen sich am Frauenbündnis gegen Altersarmut, iniitiert von ver.di, das mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 und die Rentenkampagne des DGB im Herbst 2016 ins Leben gerufen wurde. Es verfolgt das Ziel die Verbesserung der Rentensituation von Frauen voranzutreiben und die Forderungen der DGB-Rentenkampagne um gleichstellungspolitische Forderungen zu ergänzen. Elke Hannack, DGB-Vize, anlässlich des neuen Bündnisses: "Wir machen uns stark für eine bessere Alterssicherung von Frauen. Das ist wichtig, weil es meist Frauen sind, die die Altersarmut trifft! Frauen arbeiten oft unfreiwillig in Teilzeit, dazu oft im Niedriglohnsektor, oftmals sind ihre Erwerbsbiografien unterbrochen. Letztlich führt dies zu Renten unterhalb des Grundsicherungsniveaus. Deswegen wollen wir die gesetzliche Rente stärken. Denn nur mit der gesetzlichen Rente gibt es einen sozialen Ausgleich!" Mehr Infos zum Bündnis hier!

VERANSTALTUNGSTIPP:

Am 05. September 2017 findet die 13. Frauenalterssicherungskonferenz von ver.di statt. Gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und weiteren Vertreter/innen aus Politik wird über die Zukunft der Renten diskutiert. Mehr Infos zur Konferenz gibt es hier.

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR:

Klenner, Christina; Sopp, Peter; Wagner, Alexandra (2016): Große Rentenlücke zwischen Frauen und Männern. Ergebnisse aus dem WSI GenderDatenPortal. WSI Report Nr. 29.

Bäcker, Gerhard; Kistler, Ernst; Rehfeld, Uwe G. (2014): Reformbedarf: Ausbau der eigenständigen Renten von Frauen. Die Überwindung des höheren Risikos der Altersarmut bei Frauen setzt voraus, dass Frauen eigenständige Alterssicherungsansprüche erwerben. Hg. v. Bundeszentrale für politische Bildung.

Flory, Judith; Hänisch, Carsten; Klos, Jonas (2013): Die Wirkung unterschiedlicher Biografiemerkmale auf den Gender Pension Gap.  Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) im Auftrag des  Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kerschbaumer, Judith; Schulze Buschoff, Karin (2016): Die Alterssicherung von Frauen - wie weiter mit der Rente? Soziale Sicherheit 09/2016.

Klenner, Christina; Sopp, peter; Wagnder, Alexandra (2016): Große Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen. Ergebnisse aus dem WSI GenderDatenReport. WSI-report Nr. 29, 2/2016.


Nach oben

DGB-Projekt "Was verdient die Frau?"

Dein Sprungbrett – Webinare und Beratung für junge Frauen

DGB-Projekt "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten"

DGB-Projekt "Zwischen Familie & Beruf passt kein ODER"

Klischeefrei

DGB RENTENKAMPAGNE

DIREKT ZU IHRER GEWERKSCHAFT

DGB-INFOSERVICE EINBLICK

Das Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen