Deutscher Gewerkschaftsbund

18.01.2018

Sexuelle Belästigung: Prävention durch Betriebsvereinbarungen mit klaren, verbindlichen Regeln

Arbeitgeber sind verpflichtet, präventiv gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu handeln. Doch nur ein Viertel der Arbeitgeber hat bisher eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die dazu verbindliche Rahmenbedingungen und Handlungssicherheit für Verantwortliche schafft. Der Handlungsbedarf ist entsprechend groß.

92 Vereinbarungen haben Expertinnen jetzt in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet. Entscheidend ist demnach eine präzise Definition von sexueller Belästigung und die Festschreibung der Vorbildfunktion von Vorgesetzten. Doch nur 13 Prozent der untersuchten Vereinbarungen sehen Konsequenzen für Vorgesetzte vor, die ihre Pflicht verletzten. Auch an entsprechenden Fortbildungen für Führungskräfte mangelt es – sie sind nur in jeder vierten dieser Vereinbarungen vorgeschrieben. Vor allem empfehlen die Expertinnen transparente und strukturierte Beschwerdeverfahren mit konkreten Ansprechpartnern, klaren Regeln und Sanktionen.

Die aktuelle Analyse unterstützt betriebliche Akteure bei der Entwicklung einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung.

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