Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 153 - 14.09.2012

Betreuungsgeld provoziert Altersarmut von Frauen

Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur Einführung eines Betreuungsgeldes erklärte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Freitag in Berlin: 

„Die Bundesregierung sollte endlich zugeben, dass sie mit ihren Plänen für ein Betreuungsgeld auf ein politisches Abstellgleis geraten ist, denn die Einführung eines Betreuungsgeldes wird mehrheitlich abgelehnt. Es setzt falsche Anreize und verschärft die nach wie vor bestehenden Nachteile von Frauen am Arbeitsmarkt. 

Angesichts der absehbaren Altersarmut, insbesondere von Frauen, werden mit dem Betreuungsgeld erneut die Weichen in die falsche Richtung gestellt: Während der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige vor allem Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern soll, wird mit dem Betreuungsgeld der Verzicht auf einen Betreuungsplatz honoriert. Damit wird die Rückkehr ins Erwerbsleben erschwert und Altersarmut provoziert. Gerade Frauen mit geringen Verdienstmöglichkeiten werden angeregt, ihre Erwerbstätigkeit länger zu unterbrechen und geraten dadurch beruflich immer weiter ins Hintertreffen.  

Um Altersarmut vorzubeugen, muss Frauen die eigenständige Existenzsicherung erleichtert werden – auch durch überzeugende Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie dem Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze.“ 

Der DGB hat sich intensiv mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Einführung eines Betreuungsgeldes auseinandergesetzt.


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